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Golf Geschichte

Manche behaupten, Golf habe es schon im alten Rom gegeben und es sei damals mit einem federgefüllten Ball gespielt worden. Andere meinen, dass Golf bereits zweihundert Jahre vor Christi Geburt bekannt war.

Golf Geschichte Teneriffa

Wahrscheinlicher ist jedoch, dass sich Golf aus einem "Ket Kolfen" genannten Spiel entwickelt hat, das man vor rund 500 Jahren in Holland auf dem Eis spielte. Der Ball wurde dabei mit einem "Kolf" (Kolben) geschlagen. Allerdings wurde der Ball nicht eingelocht, sondern auf dem Eis gegen einen Holzstab geschlagen.
Auch Frankreich steht auf der Liste der möglichen Golferfinder. Dort spielte man das "Jeu de Mail", ebenfalls eine Art Golfspiel. Der Platz war von kleinen Sandhügeln und Gräben durchsetzt und mit niedrigem Gras bewachsen.
Sicher ist nur eins: All diese Spiele wurden mit Holzschlägern gespielt.
Man vermutet, dass durch die intensiven Handelsbeziehungen zwischen Holland und Schottland im 12. Jahrhundert der Golfsport in die Low- und Highlands gekommen ist. Im 13. Jahrhundert spielte der Adel das so genannte "Gowf".
Der erste richtige Golfclub mit Golfplatz wurde 1744 in Leith in der Nähe von Glasgow gegründet. Die Mitglieder des Clubs nannten sich "The Gentleman Golfers of Leith" und sie waren es auch, die die ersten Regeln niederschrieben. Diese Regeln wurden in Stein gemeißelt und sind teilweise auch noch heute gültig.
Zehn Jahre später gründete sich die "St. Andrews Society of Golfers", die 1834 ihren heutigen Namen "Royal and Ancient Golf Club of St. Andrews" annahm. Dieser Club übernahm fast ohne Änderungen jene dreizehn Golfregeln, die die Golffreunde aus Leith aufgestellt hatten. Damals hatte der Platz noch 22 Löcher. 1764 wurde die Anzahl offiziell auf achtzehn Löcher reduziert.
In nur 100 Jahren breitete sich in Schottland und England das Golffieber aus. Mitte des 19. Jahrhunderts hatte Großbritannien bereits über 40 Golfclubs.
Mitte des 19. Jahrhunderts erfuhr das Golfspiel eine rasante Entwicklung. Der "Guttapercha-Ball" kam auf den Markt und verdrängte den "Featherie Ball", der aus Leder und mit Federn gefüllt war. Diese alten Bälle waren nie wirklich rund, sondern eher oval, was die Flugeigenschaft beeinträchtigte. Außerdem war kein Ball so groß wie der andere. Neuartige Gummibälle aus Guttapercha waren die Lösung. Diese künstlich produzierten Bälle waren rund und bekamen kleine Mulden, damit sie besser flogen.
Zu dieser Zeit gab es auch die ersten Turniere und Meisterschaften. Es entwickelten sich langsam die ersten Profi-Karrieren. Die "Pros", wie die Profis beim Golf genannt werden, fingen an von Turnier zu Turnier zu ziehen. Um finanziell überleben zu können, gaben sie Golfunterricht oder verkauften Ausrüstungen.
Das erste "British Open", bis heute eines der größten Golf-Turniere der Welt, fand 1860 in St. Andrews statt. Auch heute noch organisiert der "Royal and Ancient Golf Club of St. Andrews" dieses internationale Turnier, das Tausende von Golf-Fans aus aller Welt nach Schottland zieht. Rund 60 Jahre später kamen der "Walker Cup" und der "Ryder Cup" hinzu. Mittlerweile sind unzählige internationale Turniere hinzugekommen.
Anfang des 20. Jahrhunderts entstand der Verband der Profi-Golfer: die "Professional Golfers Association" (PGA). Die Gründung wurde vor allem von dem britischen Star-Trio James Braid, J.H. Taylor und Harry Vardon betrieben. Noch im Gründungsjahr 1901 fand das erste PGA-Turnier statt.
Einer der ersten wirklichen Berufsgolfer, der ausschließlich vom Golf gut leben konnte, war der US-Amerikaner Walter Hagen. "Sir Walter" gewann fünf PGA-Turniere, vier British-Open und zwei US-Open und erfüllte sich den Traum vom Lebensstil eines Millionärs.



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