Geographie und Entstehung Teneriffa
Teneriffa liegt etwa 300 km vor dem nordafrikanischen Festland auf der Höhe von Südmarokko und wird mit den restlichen Kanareninseln, den Kapverden, Madeira und den Azoren zur Makaronesischen Inselgruppe (auch Mittelatlantische Vulkaninseln genannt) zusammengefasst.
Geographie und Entstehung Teneriffa
Die Insel ist auf einer Schwachstelle der afrikanischen Platte vulkanisch entstanden.
Die Entstehung der Kanaren kann laut der allgemein mit der alpidischen Orogenese in Verbindung gebracht werden, die während des Miozäns eine ihrer letzten Höhepunkte hatte.
Laut der Internetseite von der Universität Mannheim werden für die Entstehung der Inseln mehrere Möglichkeiten in Betracht gezogen:
"Zum einen wird die Bildung der Kanaren anhand der "hot-spot-Theorie" in Analogie zum Hawaii-Archipel erklärt. Als "hot spots" werden thermale Zentren verstanden, die sich durch eine Kappe basischen Materials, Schwerehochs und höheren Wärmefluss auszeichnen und an der Erdoberfläche durch basischen Vulkanismus charakterisiert sind. Über diese gleiten Lithosphärenplatten hinweg, so dass sich im Laufe von Jahrmillionen ständig neue Bereiche vulkanischer Aktivität ergeben.
Eine weitere Theorie stellt die Korrelation der Hauptphasen der Tektonik im Südwest-Atlasgebirge mit den eruptiven Zyklen der Kanaren dar. Es wird vermutet, dass an einer der Hauptstörungszonen im westlichen Atlas, die sich bis zum Kanarischen Archipel verfolgen lässt, der Magmenaufstieg durch die tektonische Aktivität bestimmt wird.
Allgemein kann für die Inseln eine mehrphasige Entwicklung postuliert werden, die mit untermeerischem Vulkanismus einsetzte, bei dem große Mengen von basaltischen Laven, Breccien und Hyaloklastiten gebildet wurden. Es folgte die Entwicklung von Vulkaninseln des Schildvulkan-Typs mit großen Basaltdecken. Anschließend kam es zu einer Erosionsphase weitgehend oberhalb des Meeresspiegels mit lokaler Bildung von biogenen Sedimenten. Im Pliozän und Quartär erfolgte dann die weitere Ausgestaltung der Inseln durch vulkanische Tätigkeit, unterbrochen von Ruhephasen, die als Erosionsphasen erkennbar werden."
Teneriffa liegt ungefähr 1.300 km vom spanischen Festland entfernt und mit etwa 2.040 Quadratkilometern, einer Länge von 83 km und einer Breite von 51 km ist Teneriffa die größte Insel der Kanarischen Inseln. Der Vulkan Pico del Teide auf ist mit 3717 m Höhe nicht nur der höchste Berg der Kanaren, sondern auch von ganz Spanien. Teneriffa bietet ein sehr vielfältiges Landschaftsspektrum.
Die vorherrschenden Nordostpassate bringen feuchte Meeresluft an die Nordseite der Insel. Daraus entstehen für die Insel besondere klimatische Verhältnisse: Im Norden bilden sich die Passatwolken, die dann zwischen 600 und 1700 m Höhe auf Vegetation treffen. Im Süden der Insel dagegen gibt es diese Wolkenzone nicht, daher ist dieser Bereich der Insel auch sehr trocken und karg.
Rund um den Teide erheben sich die steilen Kraterwände eines eingestürzten, urzeitlichen Vulkans in die Höhe und die Wände seines 17 km langen Kraters, die bis zu 500 Meter hoch sind, bilden die imposante Felsenlandschaft der Cañadas. In einem späteren Zeitraum hat sich dann, aus deutlich jüngeren Basaltmassen, ein Bergrücken (Cumbre Dorsal) gebildet. Dieser reicht von der Stadt La Laguna über die ganze Insel bis zum Teide.
Auch die nordöstliche Spitze der Insel ist von einer sehr beeindruckenden Landschaft, nämlich dem Anaga-Gebirge (Montañas de Anaga). Das zerklüftete Massiv des Anaga-Gebirges besteht aus tiefen Schluchten und spitzen Erhebungen und ist der geologisch älteste Teil Teneriffas. Hier hat sich eine wunderschöne und einzigartige Flora aus Lorbeerwald und Baumheide gebildet.
Teneriffa ist wirklich eine einmalig schöne Insel, die nicht umsonst so viele Touristen jährlich in ihren Bann zieht.




