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Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft und Infrastruktur

Teneriffa ist heute eine typische Urlaubsinsel, folglich sind auch Wirtschaft und Infrastruktur überwiegend auf den Tourismus eingestellt.
1885 besuchten zum ersten Mal 350 Touristen aus England die Insel. Sechs Jahre später kamen schon 5.000 Gäste im Jahr, und 2001 waren es 4,8 Millionen. Der Fremdenverkehr konzentriert sich vor allem auf die Nordküste um Puerto de la Cruz und den Süden bei Los Cristianos.
Die Landwirtschaft war für lange Zeit die Hauptstütze der Kanaren.
Wein von Weingärten auf unbewässerten Hängen bildete bis 1853 das Haupterzeugnis. In jenem Jahr wurden die Weingärten von einer Rebenkrankheit, die durch die Reblaus verursacht wurde, heimgesucht, was zur Folge hatte, dass der Weinanbau größtenteils von der Koschenillelaus -Produktion abgelöst wurde.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts ging die Koschenilleindustrie (aufgrund des Wettbewerbs mit den synthetischen Farben) zurück und wurde durch den Anbau von Bananen, Tomaten, Kartoffeln, anderen Gemüse und Früchten ersetzt.
Die Bananen, die immer noch das Haupterzeugnis der Kanaren darstellen, wurden auf dem spanischen Markt lange Zeit gegen ausländische Konkurrenz geschützt.
Tomaten werden von November bis April für den Export angebaut, sind jedoch in einem hohen Maße chemisch behandelt und daher nicht besonders zu empfehlen.
Nur langsam wird die Produktion von biologischem Gemüse und Obst eingeführt, die nachfrage ist auf den Kanaren nicht besonders groß, da es in diesem Bereich an Aufklärung mangelt.
Blumen und Pflanzen sind ein relativ neuer Exportmarkt, der sehr viel versprechend sein kann, da viele Pflanzen, die wir als Zimmerpflanzen kennen hier wir Unkraut aus dem Boden schießen.


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